Der Lehm - und wie er zu den Kindern kam...

Meine Erfahrung im täglichen Umgang mit dem Naturmaterial Lehm stammt aus meiner über 14jährigen Selbständigkeit als Lehmbauer im ökologischen Hausbau.

Bei privatem Lehmofen- und Lehmskulpturenbau habe ich die Erfahrung gemacht, wie sehr Kinder auf das Gestalten mit Lehm anspringen, und mit welcher Begeisterung und Phantasie sie bei meinen damaligen Projekten mitgemacht haben.

Für mich war damals erstaunlich, wie stark die Kinder sich von meiner Arbeit mit dem Erdmaterial angezogen fühlten und daran interessiert waren, was ich da eigentlich tat und mitmachen wollten.

Die Erkenntnis, daß man mit Erde, mit Lehm formen kann und daß etwas aus einem Haufen Dreck entstehen kann, erstaunte schon auf meinen ersten Baustellen im ökologischen Häuserbau die Handwerker der anderen Gewerke.


Die Haupterfahrungen meiner ersten Lehm-Spielaktionen waren:

"Mit bloßen Händen und Füßen bearbeitet, getreten, geschlagen, geknetet oder geworfen,sorgfältig geformt und verstrichen -
kein Material bietet mehr direkte Erfahrungsmöglichkeiten als der Naturstoff Lehm... “

• Lehm ist ein sinnliches Element.

Lehm erhärtet langsam über die Verdunstung von enthaltenem Wasser.
Das Material bietet damit auch Ungeübten die Möglichkeit, ohne Zeitdruck zu arbeiten oder auch Korrekturen vornehmen zu können.

• Lehm ist ein geduldiger Werkstoff

Lehm wird über den direkten Kontakt mit dem Körper auf allen Sinneskanälen erfahren.
In den Lehm-Aktionen erleben Kinder über diese direkte Materialwahrnehmung Lebensfreude und Spaß am Tun und werden auf spielerische Art zum kreativen und phantsievollen Bauen animiert.

Einfache oder komplizierte Verarbeitungstechniken ermöglichen Menschen fast jeden Alters mit unterschiedlichsten Vorraussetzungen die Teilnahme an Lehm- Bauspielaktionen.

Lehm ist das ideale Spiel- und Baumaterial

Unterschiedliche Aufbereitungen ein und desselben Naturmaterials ermöglichen verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten :
Vom Formen kleiner Figuren, dem Anlegen von Gesichts-und Körpermasken über das Bauen lebensgroßer Lehmplastiken bis hin zum Errichten bespielbarer, überlebensgroßer Strukturen wie ganzer Hütten, Häuser oder Öfen reichen die Möglichkeiten des Naturmaterials Lehm.

• Lehm ist ein Universalwerkstoff

Lehm ist ungiftig, in großen Mengen beschaffbar und kann nach seiner Verwendung ohne Probleme wieder in den Naturkreislauf zurückgegeben werden.

• Der Umgang mit Lehm ermöglicht Ansätze ökologischen Lernens

Diese Grunderfahrungen entwickelte ich im Winter 1997/98 ideenmäßig und konzeptionell weiter zu meinem Projekt „LEHM+SPIEL“.






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